Wir sind eine auf Initiative Biberacher Bürger und der Volksbank Biberach ins Leben gerufene Gemeinschaftseinrichtung von Bürgern für Bürger.
Unser stiftungseigenes Projekt: Die Bürgerstiftung Biberach unterstützt nachhaltig Aktivitäten und Projekte zur Völkerverständigung
Übergabe der Stiftungsurkunde am 07.11.2005 durch Regierungspräsident Hubert Wicker an der Vorstand der Bürgerstiftung
Unsere Auszeichnung:
Die Bürgerstiftung Biberach trägt das Gütesiegel für Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

Chronik der Bürgerstiftung Biberach

2005

Zwei voneinander unabhängige Initiativen bemühen sich im Frühjahr 2005 um eine Bürgerstiftung.

Bei der Vorbereitung des Festes zum 140-jährigen Bestehen entscheidet sich die Volksbank Biberach für eine bescheidene Jubiläumsfeier. Dafür möchte die Bank eine Stiftung für soziale Anliegen und Projekte in der Region gründen.

Zeitgleich arbeitet eine zweite Gruppe Biberacher Bürger auf Anregung des Vereins zur Förderung des Generationendialogs Biberach bereits sehr intensiv am Konzept einer Bürgerstiftung und einer möglichen Satzung.

Als beide Initiativen voneinander Kenntnis erhalten bündeln sie ihre Kräfte. Mit viel Engagement wird an der Ausarbeitung der Satzung gearbeitet. Sinn und Zweck der Bürgerstiftung wird die Einbindung und Beteiligung vieler breitwilliger Menschen, die sich für das Gemeinwesen engagieren. Die Satzung wird bewusst weit gefasst, von der Förderung von Kindern und Jugendlichen, über die Förderung der Berufsausbildung, der Völkerverständigung, des Natur- und Umweltschutzes sowie der Förderung und Erhaltung kultureller Werte und die Hilfe in sozialen Notlagen.

Als die Bürgerstiftung Biberach am 13. September 2005 von 28 Gründungsstiftern und der Volksbank Biberach eG ins Leben gerufen wird beträgt das Gründungskapital 64.000 €.

Am 07.11.2005 wird die Stiftungsurkunde durch Regierungspräsident Hubert Wicker an der Vorstand der Bürgerstiftung übergeben.

Hubert Wicker (Regierungspräsident),
Hubertus Droste
(Vorstandsvorsitzender der Volksbank Biberach eG),
Ute Poss (Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Generationendialogs Biberach),
Gisela Eggensberger und
Prof. Peter Emsberger (von links)

Zum Jahresende beträgt das Stiftungsvermögen durch weitere Zustiftungen bereits 116.000 €.


2006

Am 28.03.2006 findet das erste Stifterforum statt. Die ersten drei Projekte werden mit 6.000 € unterstützt. Im ersten Weihnachtsbrief bittet die Stiftung um Spenden und Zustiftungen.

Bis zum Jahresende erhöht sich das Stiftungsvermögen auf 192.900 €.


2007

Beim zweiten Stifterforum am 24.04.2007 werden bereits 4 Projekte mit einem Gesamtwert von 10.000 € gefördert. Im Laufe des Jahres kommt ein weiteres Projekt mit 1.100 € hinzu.

Auf dem ersten Informationsstand auf dem Marktplatz informiert die Stiftung über ihre Arbeit. Der Verkaufserlös aus Stifterkuchen und Stifterhonig kommt der Stiftung zu. Am Schützenstand beim Tanz auf dem Marktplatz bietet die Stiftung erstmalig Hospitalwein und den alkoholfreien Stiftershake "grüner Frosch" an. Beide Aktivitäten werden zur jährlichen Tradition.

Das Stiftungsvermögen erreicht zum Jahresende mittlerweile 262.350 €.


2008

Die Bürgerstiftung erhält mit dem Tod von Friederike Montag am 02.04.2008 ein bedeutendes Vermächtnis.

Das dritte Stifterforum am 22.04.2008 fördert 7 Projekte im Schwerpunkt Kinder und Jugendliche mit eine Gesamtsumme von 20.000 €. An der Mittelbiberacher Steige nimmt das stiftungseigenes Projekt "Streuobstwiese" Gestalt an. Schüler der Mali-Hauptschule rekultivieren die von der Bruno-Frey-Stiftung zur Verfügung gestellte, nicht genutzte Wiese.

Das Stiftungsvermögen erhöht sich auf 769.030 €.


2009

Mit dem vierten Stifterforum am 24.04.2007 werden 20.000 € an 9 Projekte ausgereicht.

Auf der Streuobstwiese werden durch neun Landwirtschaftsschüler der Matthias-Erzberger-Schule unter fachmännischer Anleitung 20 Hochstammbäume und 36 Sträucher gepflanzt. Jung und Alt bewirtschaften mit der generationenübergreifenden Initiative von nun an die Wiese. Schulklassen erhalten die Möglichkeit den Biologieunterricht in die Natur zu verlagern.

Die Verkaufserlöse aus dem Stifterkuchen und dem Stifterhonig beim alljährlichen Infostand auf dem Marktplatz kommen der Stiftung zu Gute. Getränke und den Stiftershake "grüner Frosch" gibt es wieder auf dem Schützenstand auf dem Marktplatz.

Das Stiftungsvermögen beträgt zum 31.12. nun 775.840 €


2010

Am 20.04.2010 findet das fünfte Stifterforum statt. 10 Projekte mit einem Gesamtwert von 22.300 € können gefördert werden. 

Marianne Sikora-Schoeck, die dem Stiftungsrat seit Gründung angehörte, wird offiziell verabscheidet und für ihr außergewöhnliches Engagement zum Ehrenmitglied im Stiftungsrat ernannt. 

Die Streuobstwiese erhält ein Insektenhaus und Nistkästen für Singvögel. Sie soll als "Klassenzimmer im Grünen" Schülern Verantwortung für die Natur geben. Am bundesweiten Aktionstag am 16.06.2010 mit dem Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Prof. Hans Fleisch, nimmt die Bürgerstiftung auf der Streuobstwiese teil.

Am 01.10.2010 wird der Bürgerstiftung das Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen verliehen.

Zum Jahresende erreicht das Stiftungsvermögen 909.540 €.


2011

Beim sechsten Stifterforum erhalten 10 Projekte mit insgesamt 20.400 € Unterstützung. Schwerpunkt bildet wieder der Bereich Kinder und Jugendliche, Schule, Bildung und Erziehung. 

Beim ersten Herbstfest nutzen Helfer, Stifter und Spender der Bürgerstiftung die Möglichkeit, das Klassenzimmer im Grünen in Augenschein zu nehmen. Die Bürgerstiftung bietet die Möglichkeit Pate für das Projekt zu werden. Die in diesem Jahr geernteten 800 kg Äpfel werden teils zu Apfelsaft verarbeitet und als "Dividende in Naturalien" ausgezahlt.

Das Stiftungsvermögen liegt nun bei 919.540 €.


2012

Das siebte Stifterforum unterstützt 10 Aktivitäten, davon acht für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 31.000 €. Seit Gründung der Stiftung wurden nunmehr Projekte im Gesamtwert von 130.000 € gefördert.   

Insgesamt 84 Stifter zählt die Bürgerstiftung, die wiederholt das Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen verliehen bekommt.

Das Stiftungsvermögen übersteigt erstmals die Grenze von 1 Mio. € und beträgt am Jahresende 1.033.040 €


2013

Am 23.04.2013 findet das achte Stifterforum statt. Mit über 30.000 € werden 12 Projekte gefördert. 

Erstmals wird der Fritz-Montag-Bürgerstiftungspreis ausgeschrieben. Damit würdigt die Bürgerstiftung das vielfältige gesellschaftliche und soziale Engagement vom Unternehmer und Ehrenbürger Fritz Montag und dem Vermächtnis seiner Frau Friederike Montag. Ein Teil der Verzinsung dieses Vermächtnisse bildet den Grundstock für die jährlich zu vergebenden Ehrenpreise. Der Wettbewerb und dessen Auszeichnungen richten sich an alle im Handwerk tätigen Personen, insbesondere auch Jugendliche und Unternehmen, die sich durch besonders vorbildliches und soziales Engagement und Verantwortung auszeichen.

Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion gestalten die Pfadfinder der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) Biberach einen neuen Teich auf der Streuobstwiese. Der neue Teich bietet Schulklassen mit Wasseruntersuchungen und die Beobachtung von Pflanzen lebendigen Biologieunterricht.

Der Vermögensstock der Stiftung erhöht sich zum Jahresende auf 1.106.540 € 


2014

Beim neunten Stifterforum am 06.05.2014 erhalten 12 Projekte eine Förderung mit insgesamt 31.000 €. 

Aus den eingereichten Vorschlägen für den Fritz-Montag-Bürgerstiftungspreis wählt eine unabhängige Jury der Bürgerstiftung die Preisträger aus. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 € geht an sieben vorgeschlagene und ausgewählte Kandidaten. Der Wettbewerb für den Fritz-Montag-Bürgerstiftungspreis wird alle zwei Jahre mit unterschiedlicher Zielrichtung und Förderkriterien durchgeführt. 

Der Internetauftritt wird im Laufe des Jahres deutlich verbessert. Ein neues Design, eine neue übersichtliche Menüstruktur und viele neuen Inhalte mit Fotos zeichnen die Website nun aus.

Der unerwartete und plötzliche Tod von Stiftungsrat Alexander Dehio berührt alle sehr. Die Stiftung trauert um einen Menschen, dem die Bürgerstiftung Biberach zu großem Dank verpflichtet ist. Als Stifter und Mitglied im Stiftungsrat trug er seit der Gründung der Bürgerstiftung im Jahre 2005 wesentlich zum erfolgreichen Aufbau der Bürgerstiftung Biberach bei.

Bei der Herbsttagung des Arbeitskreises Bürgerstiftungen am 01. Oktober in Heilbronn erhält die Bürgerstiftung nach 2010 und 2012 erneut das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen für die Dauer von nun 3 Jahren. Das Gütesiegel wird an Bürgerstiftungen verliehen, die den im Jahr 2000 vom Arbeitskreis Bürgerstiftungen erarbeiteten "10 Merkmalen einer Bürgerstiftung" entsprechen.

Bis zum Jahresende werden für die Bürgerstiftung neue Strategien und ein Leitbild entwickelt. Ein neuer Flyer läutet das Jubiläumsjahr 2015 ein.

Das Stiftungsvermögen wächst bis zum 31.12. auf 1.239.340 €



2015

Das Jubiläumsjahr beginnt mit einer gemeinsamen Aktion mit der Bauhütte Simultaneum. Am 14. und 21. März werden frisch gebackene Fastenbrezeln und Seelenwecken beim Gemeindehaus St. Martin verkauft. Dazu gibt es passende Aufstriche, Getränke und gute Unterhaltung.

Im "Weißen Saal" des neuen Schlosses überreicht Naturschutzminister Alexander Bonde den Landesnaturschutzpreis an die Arbeitsgemeinschaft "Streuobstwiese - Klassenzimmer im Grünen" der Mali-Schule. Das Projekt zur Rekultivierung, das auf Initiative der Bürgerstiftung entstand, gehört zu den 20 Preisträgern von 130 Bewerbern. Die Lehrer Johann Koch, Georg Beller und Ralf Maerker erhalten zusammen mit den AG-Teilnehmern den Preis.

Mit dem zehnten Stifterforum am 05. Mai werden 16 Projekte mit 37.400 € gefördert. 3 weitere Projekte werden im Herbst aufgenommen, so dass im Jahresverlauf insgesamt 19 Projekte mit 43.000 € in die Förderung kommen.

Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildet die festliche Matinee am 14. Juni in der Gigelberghalle.


Oberbürgermeister Norbert Zeidler hält die Grußworte und spricht über Mitmenschlichkeit im persönlichen Leben und Erleben. Der Benediktinermönch Anselm Bilgri, ehemaliger Prior des Kloster Andechs, beschreibt im Festvortrag "Der Mensch im Mittelpunkt" die Grundrichtlinien menschlichen Zusammenlebens und die prägenden Wertebereiche. Hubertus Droste geht auf eine Zeitreise, zurück zur Geburtsstunde der Stiftung. Er bedankt sich bei der Vielzahl von Stiftern, Spendern und Unterstützern der letzten 10 Jahre. Die Themenbereiche der Stifung erläutert Eva-Maria Dünkel. Viele weitere Ideen liegen in der Schublade.

Bei bestem Wetter und der besonderen Atmosphäre ist die Bürgerstiftung wieder beim Tanz auf dem Marktplatz vertreten. Es gibt ausgewählte Weine, Käsehäppchen und neben Mineralwasser als alkoholfreies Getränk den Stifter-Shake "Grüner Frosch".

Mit Führungen auf der Streuobstwiese bietet das 2. Herbstfest am 03. Oktober interessante Einblicke in das Insektenhotel und der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Obstbaus. Bei Kaffee, Kuchen und frisch gepressten Apfelsaft wird die Natur in unserem Klassenzimmer im Grünen begreifbar - im wahrsten Sinn des Wortes.

Mit der Idee, kein Kind soll an Weihnachten leer ausgehen, werden bei der Aktion Sternenfunkeln kurz vor Weihnachten in mehreren Biberacher Geschäften Tannenbäume aus Holz aufgebaut. An diesen Tannenbäumen sind Sterne - Wünsche von Kindern aus benachteiligten Familien - angebracht. Jeder kann den Stern abnehmen, den Wunsch erwerben und in Weihnachtspapier verpackt bei der Bürgerinformation im Rathaus abgeben. Mehr als 300 Geschenke zaubern so ein Funkeln in die Kinderaugen. Die Aktion ist ein gemeinsames Projekt des Diakonieausschusses der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Biberach und der Bürgerstiftung Biberach in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas.

 



2016

Über 11 Jahre engagiert sich die Bürgerstiftung Biberach nun für unsere Region. Durch die Hilfe und Unterstützung zahlreicher Bürger wurde viel erreicht: Ganze 280.000 Euro konnten wir bis jetzt in unsere Schwerpunkte Kinder und Jugend, Natur, Integration /Migration sowie Menschen in schwierigen Lebenslagen investieren.

Bei der "Bürgerstiftung im Gespräch" im Rahmen des elften Stifterforums am 10. Mai berichten wir über die Entstehung, Entwicklung und die laufenden Projekte.

Der Stiftung stehen zwei Wege der Förderung von Projekten offen: Als Fördergeber, der die Initiativen anderer finanziell unterstützt und als Träger eigener Projekte wie dem "Klassenzimmer im Grünen" und dem Patenmodell des Projekts "Integration/Migration". Immer bringen Stiftungsvorstand und Stiftungsrat Zeit und Ideen, Wissen und Kontakte, Erfahrung und Tatkraft für die Gemeinschaft ein.

Die erzielten Erträge aus dem Stiftungsvermögen und die Vielzahl an Geld- und Sachspenden ermöglicht der Stiftung in diesem Jahr 21 Projekte im Gesamtwert von 42.000 Euro im Rahmen des Stifterforums zu unterstützen. 3 weitere Projekte im Gesamtwert von 2.000 Euro kommen im Herbst noch dazu, so dass sich die Gesamtförderung auf 44.000 € beläuft. 

Zum Dank für ihre wertvolle Arbeit werden Ute Poss und Heiner Zinser im Stifterforum zu Ehrenstiftungsräten ernannt. Beide werden nach über 10jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit für die Stiftung "in den Ruhestand" verabschiedet. Nur wehmütig lassen wir die beiden gehen und bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich. Mit ihrem Wissen und ihrem Netzwerk trug Ute Poss wesentlich zum Aufbau der Stiftung bei. Heiner Zinser war Vorsitzender des Stiftungsrates von der Gründung bis Februar 2011. Der Schützenstand beim Tanz auf dem Marktplatz und die Fastenbrezelaktion mit der Bauhütte Simultaneum sind durch seine Idee und Tatkraft entstanden.

In der Stiftung gibt es zum Jahresende weitere Veränderungen. So beendet auch Hubertus Droste in diesem Jahr sein Engagement im Stiftungsvorstand. Er war treibende Kraft beim Aufbau der Stiftung und führte maßgeblich die Geschicke der Stiftung seit Gründung über 11 Jahre als Vorsitzender des Vorstandes. Dafür sind wir ihm sehr zum Dank verpfichtet.

Neues Mitglied im Stiftungsvorstand wird Stiftungsrat Josef Schneiderhan. Im Stiftungsrat begrüßen wir als neue Mitglieder Oberbürgermeister Norbert Zeidler und Robert Bausch. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.




2017